In dieser Rubrik soll von bekannten Problemen mit bestimmten Firmware-Versionen berichtet werden und eventuell Tipps für einen Workaround gegeben werden.
Probleme mit den im Router eingebauten Dynamic IP Diensten (dyndns, no-ip, ...)
Routermodelle: alle Vigor-Modelle Firmware: alle Versionen kleiner als 2.2.3 behoben: Firmware ab Version 2.2.3 (beta)
Irgendwann im November 2002 funktionierten bei den meisten Nutzern von Vigor-Routern das automatische Update bei den dynamic IP Diensten wie dyndns, no-ip, ... nicht mehr, wenn sie diese Funktion vom Router haben erledigen lassen.
Grund für dieses Dyn-IP-Problem:
Der Vigor hat für die Dyn-IP Dienste eine in der Firmware fest einprogrammiete IP (DNS-Server) verwendet - dieser Server ist down bzw. abgeschaltet worden.
Konfiguriert man nun manuell im Router die DNS-Server, werden diese auch für den DYN-IP Dienst verwendet.
Mit dem unten beschriebenen Vorgehen, liest man erst die DNS-Server seines eigenen ISP aus und trägt die dann manuell in den Router ein.
Solange der ISP diese IP-Adressen nicht ändert (kommt selten vor), hat dieses Vorgehen keinerlei Nachteile.
Lass den Vigor eine PPPoE Verbindung aufbauen.
Öffne eine Telnet-Verbindung zum Router und gebt "log -c -t" ein.
Notiere dir die im Log angezeigte Primary- und Secondary-DNS.
Trage im Ethernet Setup im Router die beiden DNS-Adressen aus dem Log ein.
Für die Verwendung eines festen DNS vermute ich folgenden Hintergrund:
Nicht zwangsläufig hat man bei jeder "Verbindungsart" einen DNS übermittelt bekommt und auch nicht unbedingt einen in den Vigor eingetragen. So eine Konfiguration wäre z.B. eine echte Standleitung (eventuell mit lokalem DNS).
Der Router würde dann gar keinen DNS kennen und wenn man einen lokalen DNS im LAN konfiguriert, müsste der Router für seinen Job auch keinen DNS im WAN kennen.
Für diese Dyn-IP-Sache müsste der Router aber die Namen der Dienste auflösen können. Auf den DNS im LAN kann er nicht zugreifen (ausser er wäre in der Konfiguration eingestellt - aber dann nimmt er ihn ja auch). Also braucht er einen DNS im WAN für diese Funktion - und den kann er nur bekommen, wenn er in der Firmware steckt.
Update 23.06.2003 (DNS-Handling in aktueller Firmware): Spätestens seit Firmware 2.3.6 wurde die Verwendung der im Router eingetragenen DNS-Server geändert. Trägt man hier keine DNS-Server ein, werden im Zweifelsfall wie bisher fest im Router einprogrammierte DNS-Server verwendet. Diese sind nach meinen aktuellen Erfahrungen allerdings nicht immer sehr zuverlässig bzw. performant. Trägt man manuell hier dann DNS-Server ein, werden diese verwendet, wenn beim Verbinden mit dem ISP keine DNS-Server übertragen werden (dies ist aber im Allgemeinen der Fall).
Die eingetragenen DNS-Server werden allerdings wohl für die erste Aktualisierung der Dynamic IP verwendet (Vermutung).
Die aktuell verwendeten DNS-Server können übrigens seit der Firmware 2.3.6 auch auf der Statusseite des Webinterface geprüft werden.
Offensichtlich erfolgt aber bei erfolglosen DNS-Anfragen auf die vom ISP übertragenen DNS-Server ein Fallback auf die eingetragenen DNS-Server (bzw. wenn keine eingetragen sind, auf die in der Firmware fest programmierten). Dies konnte ich gelegentlich bei mir beobachten.
Trägt man nun also im Router entsprechende DNS anderer ISPs (als die von seinem eigenen ISP übertragenen) ein, so hat man hier eine zusätzliche Sicherheit mit 4 mögliche DNS-Servern und kann sich relativ sicher sein, dass die DNS-Auflösung immer funktioniert.
Meine Empfehlung daher: entsprechende öffentliche DNS-Server in den Router eintragen (am Besten von 2 verschiedenen ISPs aber nicht vom eigenen ISP).
Listen gibt es z.B. auf:http://www.fli4l.de/german/dns.htm und http://atelier89.de/users/dirk/t-o/010.html